10 Tipps für bessere Smartphone-Fotos

Vielleicht haben Sie schonmal die riesigen Plakate mit beeindruckenden Bildern gesehen, auf denen am unteren Rand steht: „Fotografiert mit dem iPhone 7“. Eine clevere Werbebotschaft, die zeigt: Ein Smartphone kann es fast schon mit einer professionellen Kamera aufnehmen. Der Hersteller ist dabei übrigens egal, die iPhone Konkurrenz ist in Sachen Fotografie genauso stark. Wir haben 10 Tipps zusammengestellt, mit denen Ihre Smartphone-Bilder besonders gut gelingen!

  1. Einmal ist keinmal

Wer die Chance auf ein gelungenes Bild erhöhen möchte, knipst immer mehrfach und sortiert hinterher aus. Gern zwischendurch auch mal höher, tiefer, eher von links oder eher von rechts fotografieren. Vor allem bei der Fotografie von Menschen erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest auf einem Bild die Augen nicht geschlossen, der Mund nicht komisch verzogen und die Schokoladenseite getroffen ist.

  1. Mit beiden Händen fotografieren

Wer beidhändig fotografiert, kann das Smartphone besser stabilisieren und riskiert weniger verwackelte Bilder. Übrigens: Bei vielen Smartphones sind die Lautstärke-Tasten an der Seite auch als Auslöser zu verwenden. So kann im Querformat sehr komfortabel fotografiert werden – fast wie bei einer Kompaktkamera.

  1. Tippen für Fokus und Belichtung

Der automatische Fokus sucht sich einen Bildbereich, den er scharf stellt und versucht, optimal zu belichten. Das ist aber nicht immer der Bereich, den wir uns wünschen. Dieses Problem lässt sich leicht umgehen: einfach auf dem Bildschirm auf den Punkt tippen, der fokussiert und korrekt belichtet werden soll.

  1. Nicht blitzen, nicht zoomen

Ja, es gibt einen automatischen Blitz und einen digitalen Zoom. Beides macht Ihre Fotos aber deutlich unschöner. Der Blitz beleuchtet eigentlich nie so, wie man es sich wünscht – der Vordergrund ist grellweiß, der Hintergrund zu dunkel, oder es werden Staubpartikel/Regentropfen statt des eigentlichen Objekts fotografiert. Den Blitz also nur einsetzen, wenn es nicht anders geht. Der Zoom ist ebenfalls kontraproduktiv, denn dadurch wird das Bild nur pixeliger, die Qualität nimmt ab. Ohne echtes Objektiv ist ein Zoom eine unnötige Spielerei. Wer näher ran möchte, sollte einfach näher ran gehen („mit den Füßen zoomen“) oder eben später in der Bildbearbeitung den Bildausschnitt verändern.

  1. HDR aktivieren

Was bedeutet dieses HDR (engl.: high dynamic range) auf dem Display eigentlich? Diese Funktion ist ziemlich praktisch. Denn damit werden automatisch mehrere Bilder mit verschiedenen Belichtungseinstellungen gemacht, obwohl nur einmal ausgelöst wird. Mal werden die helleren, mal die dunkleren Bereiche korrekt belichtet. Die HDR Funktion legt dann die Bilder zusammen, sodass man auf einem Bild alle Bereiche gut erkennen kann. Übrigens: Wenn das Smartphone noch keine HDR Funktion hat, einfach eine entsprechende App runterladen.

  1. Drittel-Regel beachten

Wer Hilfslinien aktivieren kann, sollte das tun, denn diese können sehr helfen, ein Bild harmonisch aufzubauen. Die Linien dritteln das Bild waagerecht und senkrecht. Wenn man beispielsweise einen Baum fotografieren möchte platziert man diesen in etwa auf einer der senkrechten Linien und den Horizont auf einer der waagerechten Linien, meist der unteren. Schon sieht ein Bild schön stimmig aus.

  1. Bewegungen und Blicken Raum geben

Wenn ein Mensch verträumt zur Seite schaut, sieht es merkwürdig aus, wenn dieser Blick direkt aus dem Bild raus geht. Hier sollte dem Blick Platz und Raum gegeben werden. Oder wenn beispielsweise ein fahrendes Auto das Motiv ist, sollte es nicht direkt aus dem Bild herausfahren, sondern man sollte den Platz dahin lassen, wohin das Auto fährt. Ausnahmen bestätigen die Regel – genau das Gegenteil kann ein Bild natürlich auch interessant machen.

  1. Perspektive ändern

Bei Landschaftsbildern lohnt es sich oft, in die Knie zu gehen und von unten zu fotografieren, da das Bild so dramatischer und imposanter wirkt. Spielen Sie auch bei anderen Motiven mit der Perspektive, mal tiefer, mal höher, und entdecken Sie so, wie anders das Bild dadurch wirkt!

  1. Nachbearbeitung nutzen

Bildbearbeitung kann einiges aus Smartphone-Bildern herausholen. Wer die Bearbeitung direkt auf dem Smartphone umsetzen will, kann diverse Apps nutzen, beispielsweise VSCO, die Nummer 1 der Filter-Apps, Snapseed, Candy Cam, die Photoshop-App oder andere. Einige Apps haben wir in dem Artikel „Die Top5 der kostenlosen Foto-Apps fürs IPhone“ bereits vorgestellt.

  1. Das Smartphone nicht überschätzen

Ein Smartphone kann viel – aber nicht alles. Echte Fotografen würden ihre Kamera nie gegen ein Smartphone eintauschen. Ein Smartphone kann auf einer Safari die Tiere nicht vernünftig heranzoomen. Es kann bei schlechten Lichtverhältnissen keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielen. Sie werden nie einen beeindruckenden Sternenhimmel mit dem Smartphone knipsen können. Die meisten Smartphones haben Weitwinkelobjektive, somit sind Makrofotografien oder schöne, freigestellte Portraits kaum möglich. Die Smartphone-Fotografie ist ein Add-On, aber kein Ersatz zur „echten“ Fotografie.

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HDR Fotografie – was ist das?

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