Fotos online bestellen – Fotoformate erklärt

Bildauswahl

Finden Sie es auch verwirrend, das ihre Fotos nach der Bestellung im Internet unterschiedliche Längen haben? Was auf den ersten Blick wie ein Produktionsfehler wirkt, hat einen relativ einfachen Grund.

Das Seitenverhältnis Ihrer Bilddatei ist entscheidend

Früher war alles besser – auch das Fotoformat! Als man noch auf analogem Film fotografierte, hatten alle Bilder ein Seitenverhältnis von 2:3. Wollte man vom Standardformat 9x13cm oder 10x15cm abweichen, änderte sich die Größe entsprechend dem Seitenverhältnis. Mit nur einem Format standen die Bildgrößen fest und die spätere Rahmenwahl war sozusagen in Stein gemeißelt.

Mit dem Aufkommen der Digitalkameras änderte sich dies jedoch: Damit die Bilder besser auf einem Computermonitor aussehen, entschieden sich die Hersteller einen Sensor zu entwickeln, der die Fotos im bildschirmfüllenden 4:3 Format „belichtete“.

Mit der technischen Entwicklung der folgende Jahre, kamen noch weitere Formate durch z.B. Smartphones hinzu. Zum einen technisch bedingt, zum anderen den wachsenden Bedürfnissen der Nutzer geschuldet, gibt es heute neben dem klassischen 2:3 Format, das 4:3 Format, 16:9, 1:1 und viele viele weitere Varianten.

Illustration verschiedener Seitenverhältnisse
Die unterschiedlichen Seitenverhältnisse im Vergleich

Die Reaktion der Fotodienste

Um im Formate-Chaos den Überblick zu behalten und Ihnen eine verbindliche Größe in die Hand zu geben, haben die Fotoservice Anbieter die Bezeichnungen 9er, 10er oder 15er ins Leben gerufen.

Diese Angaben stehen für die Länge der kurzen Seite ihrer Fotos.

Am Beispiel CEWE:

  • Bei der Auswahl „variable Bildlänge“: Ergibt sich die Länge der langen Seite durch das Seitenverhältnis ihrer Bilddatei.
  • Wählen Sie manuell ein Seitenverhältnis: Kann es passieren, das beim transferieren von einem Format in das andere (z.B von. 4:3 → 2:3), Ihr Bild beschnitten oder skaliert werden muss, um das von Ihnen gewählte Ausgangsformat zu erreichen.

Bei der Fotoentwicklung gibt es drei Fälle, die wir Ihnen im folgenden genauer betrachten wollen.

Fall 1 – Ihre Bilder sind nach der Entwicklung unterschiedlich lang

Nach der Bestellung im Internet merken Sie, das ihre Bilder unterschiedlich lang sind: Bei variabler Größe wird ihr Bild im Produktionsverfahren so geschnitten, dass das komplette Bildmaterial erhalten bleibt, OHNE es mit Weißraum zu befüllen.

Bei einem 11er Bild bekommen Sie je nach Seitenverhältnis des Ausgangsbilds, folgendes Ergebnis:

  • 2:3 11(2) * 16,5cm(3)
  • 4:3 11(3) * 14,7cm (4)
  • 16:9 11(9) * 19,5 (16)
  • 1:1 11(1) * 11cm(1)

Das besondere: Es entsteht kein Weißraum. Es wird nicht beschnitten.

Fall 2 – Die Bilder müssen beschnitten werden

Dieses Problem tritt auf, wenn Sie Ihre Fotos von einem Format ins andere transferieren wollen. Als Beispiel wollen wir die oben genannten Fotos in ein 2:3 Format bringen.

Im Format 2:3 ergibt sich bei einer 11er Bildgröße (11er = kurze Kantenlänge 11cm) eine Kantenlänge (lange Kante) von 16,5cm.

Bei einem 4:3 Bild hat man nun das Problem, das es bei einer kurzen Seite mit 11cm (3), lediglich über eine Länge der langen Seite von 14,7cm verfügt. Dies wäre für das gewählte Format (2:3) zu wenig. Da aber ein Format von 2:3 angegeben wurde, vergrößert die Software das Bild so lange, bis die gewünschte Länge von 16,5cm erreicht ist. Beim 4:3 Format passiert dies bei einer Kantenlänge von 12,375cm (3) * 16,5cm(4). Da die kurze Seite nun zu lang ist, das gesamte Fotoformat aber von Bildmaterial gefüllt ist, schlägt die Software Ihnen vor, oben und unten vom Bild, 1,375cm abzuschneiden.

Das 16:9 Bild ist für ein 2:3 Format allerdings viel zu lang. Bei einer 11er Bildgröße (11er = kurze Kantenlänge 11cm) würde die lange Seite 19,5cm betragen. Die Software

wird Ihnen vorschlagen, die restlichen 2,5cm links und rechts abzuschneiden.

Das 1:1 Bild wäre 11cm lang und breit und somit ebenfalls zu kurz, um in ein 2:3 (11cm:16,5cm) Format zu passen. Auch hier wird das Bild so lange vergrößert, bis es die lange Seite

mit 16,5cm des 2:3 Formats füllt. Dies passiert beim 1:1 Format bei 16,5cm. Die Software wird Ihnen vorschlagen. 4,5cm vom Bild oben und unten abzuschneiden.

Das besondere: Die Software macht Ihnen Vorschläge, wenn geschnitten werden muss

Fall 3 – Die Bilder haben einen weißen Rand

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Bei der Auswahl „Original“ bleiben die Informationen des ganzen Bilds enthalten. Da manche Formate aber nicht in ein 2:3 Format passen, werden Sie mit Weißfläche aufgefüllt, so das sie sie in einen handelsüblichen Bilderrahmen passen. Diese Option oder Entwicklung gibt es z.B. bei CEWE bei großen Bildern auf Fotopapier.

Das besondere: Ihre Bilder werden mit Weißraum aufgefüllt, so dass sie in einen Bilderrahmen passen.

Das ist kompliziert, oder nicht?

Bei Fotos:

Eigentlich ist es ganz einfach. Solange Sie Ihre Bilder nicht von einem Format in ein anderes transferieren wollen, haben ihre Fotos immer die gleiche Länge.
Bei Bildern verschiedener Quellen (z.B. Digitalkamera und Spiegelreflexkamera), kann es zu unterschiedlichen Längen kommen. Die Lösung: Beschneiden sie VORHER ihre Bilder im gleichen Format oder wählen Sie händisch das 2:3 Format. Die Software schlägt Ihnen dann vor, wie die Bilder geschnitten werden können.

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